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Der Einzelfall zählt.

 

Jahr für Jahr begleitet PRO ASYL mehrere hundert Flüchtlinge in ihren Asylverfahren. Hier erfahren Sie mehr über die Fluchtgeschichten von Menschen, denen wir durch die Unterstützung unserer Fördermitglieder, Spenderinnen und Spender zur Seite stehen können.

Milad Khalili* aus Afghanistan:

Lagan, Provinz Helmand, Afghanistan, 2004: Bomben, Terror, Morde – in der von den Taliban dominierten Region tobt seit Jahren ein brutaler Kampf. Der neunjährige Milad Khalili* befindet sich mittendrin. Er gehört zu den Hazara. Die Minderheit wird seit Generationen von Paschtunen verfolgt, aus deren Reihen viele der Taliban kommen. Immer wieder wird Milads Heimatdorf überfallen, viele Menschen sterben. Rund um das Dorf kommt es zudem häufig zu erbitterten Kämpfen zwischen britischen Truppen und den Taliban. mehr>>

Haybe Abdullahi* aus Somalia:

Gobweyn, Somalia, Mai – November 2010: Der 25-jährige Haybe Abdullahi ist Englischlehrer. Seine westlich orientierte Schule ist den islamistischen Al Shabaab-Milizen ein Dorn im Auge. Schwer bewaffnet umzingeln sie das Schulgebäude und verbieten den Unterricht. Trotz der Bedrohung unterrichtet der Lehrer weiter. Nach zwei Monaten tauchen die Islamisten erneut auf... mehr>>

Nasir Al Agha* aus Syrien:

Damaskus, Syrien, Sommer 2012: Bürgerkrieg. Das Haus von Nasir Al Agha wird bombardiert, die Familie wird vertrieben. „Wir fanden Tag und Nacht kaum Schlaf, weil wir Angst um unser Leben hatten. Es lagen überall tote Menschen.“ Mit Frau und Kindern flieht Nasir Al Agha in den Libanon. Dort werden sie angefeindet und können ihren Lebensunterhalt nicht sicherstellen. Obwohl der Bürgerkrieg eskaliert, entschließt sich die Familie zur Rückkehr. mehr>> 

Souleymane Touré*, Elfenbeinküste

Abidjan, Elfenbeinküste, März 2004: Nachdem es bereits in den Jahren zuvor immer wieder zu blutigen Konflikten gekommen war, bricht der Bürgerkrieg nun in Abidjan, der ehemaligen Hauptstadt der Elfenbeinküste, aus. Die Auseinandersetzungen führen zu schweren Unruhen und Verfolgungen. Der 14-jährige Souleymane Touré* befindet sich mitten in der Gefahrenzone. Hunderte Menschen werden getötet. mehr>>

 

 

 

Die Einzelfallhilfe von PRO ASYL


Jahr für Jahr erreichen PRO ASYL tausende Anrufe, Briefe und E-Mails von Flüchtlingen. Wo immer es möglich ist, leisten unsere Beraterinnen und Berater konkrete Unterstützung. Sie helfen in rechtlichen und sozialen Fragen und vermitteln Kontakte zu Flüchtlingsräten und Flüchtlingsinitiativen, die auf Länderebene aktiv sind.

Mit Mitteln aus unserem Rechtshilfefonds unterstützen wir Schutzsuchende vor Gericht – z.B. wenn ihnen der dringend nötige Schutz verwehrt wird oder wenn sie Opfer von behördlicher Willkür werden. Rund 4000 Menschen haben bisher von PRO ASYL Rechtshilfe erhalten.

Immer wieder erleben wir, dass unsere Intervention eine Wende bewirkt: Verfahren enden mit unserer Unterstützung häufig erfolgreich und die Betroffenen erhalten Schutz.